Dem Verbraucher verwehrt?
Angebot und Nachfrage stehen ja immer im Mittelpunkt des kapitalistischen Systems. Nun gibt es aber gewisse Zwischenmechanismen und Regulationen, die diesen komplett freien Markt unterbinden oder zumindest in gewissen Weisen begrenzen.
Einer dieser Regulatoren ist der Staat selbst oder, wie besonders für uns interessant, supranationale Organisationen, wie die EU.
Je nach dem Grad des Protektionismus werden gewisse Produkte subventioniert und andere besteuert oder mit (Einfuhr-)Zöllen belegt.
Soweit zur makroökonomischen Theorie, die für Verbraucher erst in der Mikroebene interessant wird. Oder auf einer Zwischenstufe.
Denn der „normale“ Verbraucher zahlt niemals die unglaublich günstigen Preise der Hersteller, sondern immer die um die eigene Gewinnspanne der Zwischenhändler erweiterten.
Dies hängt natürlich vor allem mit der Menge der benötigten Waren zusammen, denn je mehr Produkte abgesetzt werden, desto günstiger werden sie in der Produktion selbst.
Nun gibt es aber gewisse Großhändler, die auch kleineren Unternehmern Artikel zu ihren, respektive den Großhandels-, Preisen anbieten, wie die Metro oder auch C+C Pfeiffer.
Neben den erwarteten größeren Mengen ist diese Option vor allem interessant, weil für angemeldete Unternehmer die Mehrwertsteuer absetz- beziehungsweise weiterverrechenbar ist und somit die Produkte deutlich günstiger werden.
Allerdings muss man eben die gewerbliche Unternehmereigenschaft aufweisen, um in den exklusiven Genuss einer Einkaufsberechtigung bei einem dieser Händler zu kommen.
Auch wenn der Unternehmerbegriff in diversen handelsgesetzlichen Novellen zunehmend erweitert wird, kommt nur ein kleiner Anteil der breiten Masse in den Genuss dieser Vorzüge, obwohl sie selbst oft sogar größere Mengen abzunehmen fähig wären.
Manch einer mag in dieser Vorgehensweise eine Diskriminierung sehen, andere eine leichte, indirekte Subventionierung der Wirtschaft.
Jedenfalls ist es nicht ganz verständlich, warum manche, trotz großer Kaufkraft, nicht in den Genuss dieser Preise kommen sollen, auch wenn die Mehrwertsteuer für sie sowieso greifen würde.
Aber als Endverbraucher steht man leider des Öfteren am schlechten Ende der Produktkette.