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Ecken und Enden Deutschlands

Eine der interessantesten Ecken und Enden Deutschlands sind wohl Mecklenburg Vorpommern und der südlicher gelegene Ruhrpott. Mecklenburg Vorpommern – laut Wikipedia auch Meck Pom genannt – ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Dieses nordöstlich von Bayern gelegene Bundesland ist eines der interessantesten Deutschlands. Viele Schriftsteller und Poeten kommen aus diesen Landen. Meck Pom ist nicht vergleichbar mit dem Ruhrgebiet. Meck Pom diente schon Kaiser Wilhelm als Erholungsgebiet, während der Ruhrpott bereits im vorvorigen Jahrhundert zum Standort deutscher Schwerindustrie wurde - dementsprechend dichte Ansiedelungen von Menschen gibt es daher auch im sogenannten „Ruhrpott“.

Dortmund wurde inzwischen zu einem der Schmelztigel internationaler Einwanderungsströme in die Bundesrepublik Deutschland. Die Notapotheke Dortmund hat auch wochenends viel zu tun, wenn abends die nach Erholung dürstenden Arbeiter von den Lokalen nach Hause wanken. Viele Taxifahrer in Dortmund wissen bereits, wo Sie Ihren Fahrgästen rasche Linderung eines frühmorgentlichen Katers versprechen können. Insgesamt gibt es in Dortmund ein gutes Dutzend Apotheken, die jedes Wochenende Notdienst verrichten, und rund um die Uhr erreichbar sind.

Weniger anstrengend geht es in Dortmunds Kulturstätten zu. Es gibt eine Reihe guter Theater und Kabaretts, die jedenfalls einen Besuch wert sind. Herbert Grönemeyer, einer der bekanntesten deutschen Liedtexter und Sänger, tritt immer wieder gerne in seiner Heimat, dem Ruhrpott auf. Dortmund genießt bei seinen Auftritten stets große Priorität. Eine der Präsentationen des Filmes „Das Boot“, indem Grönemeyer einen jungen Kriegsberichterstatter spielt, fand auch in Stuttgard statt. Die Stadt lebt und pulsiert – auch wenn das Kohlerevier in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören wird. Das Zechensterben hat im Ruhrpott bereits Anfang der achtziger Jahre eingesetzt. All die Menschen, die man noch Ende der siebziger Jahre in Lohn und Brot zu halten gedachte, sah man sich nur wenige Zeit später gezwungen in Frührente oder in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Heute bietet der Ruhrpott zwar immer noch zehntausenden Menschen Arbeit, aber der einstige Glanz deutscher Industrialisierung ist längst dahin. Nichts und niemand kann die Zeit zurückholen, und so wird sich die Natur auch wieder vieler durch den Menschen erschaffene Unnatürlichkeiten zurückholen. Kohlegruben unter Tage laufen wieder mit Wasser voll und werden allmählich wieder vereinnahmt durch Mutter Natur. Was in rund dreißig Jahren im Ruhrpott bleiben wird, das werden die Menschen sein, und mit ihnen die Erinnerung an die schwarz-goldenen Zeiten deutschen Bergbaus und deutscher Schwerindustrie.